
Sodom und Gomorrhas toxische Apokalypse kann Kunst nicht verhindern. Kunst heilt. Innerlich. Unaufhörlich. Gibt dem Chaos Struktur, stärkt die Resilienz, fungiert als emotionale Erholung, als Heilung auf Rezept, verwandelt Stress in positive Energie, führt uns aus dem alltäglichen Elend hinaus.
ClemKs wilde freestyle Portraits von MOTHER EARTH spiegeln einen ambitionierten Film, den er in seiner Filmlaufbahn nicht hat drehen können. „Mother Earth in intensive care – Let’s take her out“. Jetzt hat er ihn gemalt. Ein grell geschundenes Wesen blickt auf uns herab. Klagend, chaotisch, trotzdem voller Güte, Milde und Wärme. Ein Aufschrei.
Herwig Maria Stark. Der Subtile unter den Dreien. Seine Ansichten romantisch traurig, aber voller Hoffnung. Er lädt seine Betrachter ein, eigene Emotionen und Erfahrungen zu reflektieren, sich mit den dargestellten Charakteren zu identifizieren. Seine Werke strahlen eine universelle Menschlichkeit aus. Stark versteht es, die Brücke zwischen der äußeren und inneren Welt zu schlagen. Er schafft durch seine Kunst eine Verbindung, die über Sprache und Kultur hinausgeht.
Helmut Sagmeister. Seine faszinierend expressiven Fotomontagen interpretieren Sodom und Gomorrha als inneren Zustand. Nicht der göttliche Zorn zerstört die Stadt, sondern der Mensch selbst. Die Bilder zeigen keinen historischen Ort, sondern einen Prozess: Verführung, Verdrängung, süße Zerstörung, Erstarrung und Leere. Die brennende Stadt wächst aus dem Körper. Der Untergang beginnt im Inneren.
Boris Manner (Die Angewandte, Anselm Kiefer) eröffnet am 4.3.
Kunst auf Rezept.
Stress in positive Energie verwandeln.

"In times when artificial intelligence and technological progress seem to dominate every aspect of our lives, Clemens K’s (@clemk.art) art stands as a vibrant and colourful counterpoint—a reminder of the importance of nature, inner balance, and our roots."

"Wenn eine künstlerische Arbeit Rückschlüsse auf mein gelebtes Leben zulässt, hat sie die Funktion, die sie haben sollte. Der Ansatz war schon zu sehen in meinen Arbeiten Ende der der sechziger Jahre. Heute abgerundet durch individuelle Lebenserfahrung.
Mein in der Malerei unbewusster Blick in die Wirklichkeit nenne ich integrale Sichtweise. Ich lasse zu, was stärker ist als Absichten und Aufgaben. So entsteht das Geheimnis der Wirkung meiner Arbeiten.
Wenn ich mich sorglos loslasse, auf ein gelungenes Endergebnis vertraue, mich nicht selbst beherrsche, um einen bestimmten Zweck zu erreichen, ergeben sich bei mir die besten Ergebnisse.
Kunst als Lebenskunst. Frei sein von Beschränkungen und Vorgaben. Einfach machen. Heraus schimmert das Chaos des Lebens, was ich intuitiv ordne, mit bewusst gesetzten Linien. Ich schaffe mir mitten im Chaos eine beschützende Insel oder einen sicheren Hafen, von dem ich das Bild in Ruhe erforsche und zuordne."

Er startet mit selbst fotografierten Portraits, malt sie en miniature nach, fotografiert sie wieder, übermalt, vergrößert auf Leinwand. Übernimmt kalkulierend durch die Vergrößerungen entstehende gröbere Pigmentierung und Verzerrungen, koloriert, vergrößert und übermalt erneut, bis er zufrieden ist.
ClemK muss selber lächeln, wenn er sich als „Atavisten“ bezeichnet. Aber gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz und zunehmender Übertechnologisierung unserer überschäumenden Welt, sieht er sich als farbenfrohe Gegenbewegung. Keine Abkehr vom Fortschritt, aber von wildem Wachstum statt Konsolidierung. Das provoziert seine atavistischen Reflexe. In abstrakten Ausdrucksformen findet er eine unmittelbare Verbindung zu unseren Urinstinkten und Emotionen.
Insgesamt fordert Atavist ClemK, unsere Bodenhaftung in der Welt nachhaltig zu erneuern. Sinnlich erkundet er in seinen archaischen Portraits unsere Beziehung zu unseren Vorfahren und zur Natur. Er liest in den Gesichtern, vergrößert in Ausschnitten bis zum abstrakten, macht uns als ehemaliger Filmemacher in gemalten Großaufnahmen flüchtig übersehenes faszinierend sichtbar.
ClemK ist Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs.
ClemK si considera un atavico. Un colorato contro-movimento alla crescente ipertecnologia e complessità del nostro mondo effervescente. Nessuna deviazione dal progresso, ma dalla crescita a tutti i costi invece che dal consolidamento. Un ritorno a forme di espressione astratte, una connessione immediata con i nostri istinti ed emozioni primordiali.
Nel complesso, l'atavista ClemK intende l'arte come una ricerca di autenticità. Ci incoraggia a rinnovare in modo sostenibile il nostro radicamento nel mondo esplorando il nostro rapporto con la natura e i nostri antenati in modo arcaico e sensuale.
Per dirla semplicemente: gli piace molto dipingere!

ClemK liebt Menschen, besonders Ihre Gesichter. Er studiert sie ausgiebig, um die Charakterzüge zu lesen. Um das malerisch auszudrücken, dürfen von ihm keine klassisch „schönen“ Portraits erwartet werden. Mit einer selbst entwickelten blow up Technik, einem vielfältigen Materialmix und in bis zu 15 Arbeitsschritten entstehen seine Werke.